Test, Diagnose, Beratung und Training bei LRS und Legasthenie

Was ist ein Legasthenie/LRS-Training und wie läuft es ab?

Saarland: Spezialisierte Nachhilfe bei LRS/Legasthenie, Legasthenietherapeuten - LRS-Trainer, Ursachen einer LRS Training bei Legasthenie und LRS

Zunächst lade ich Sie in die Lernpraxis zu einem ausführlichen Anamnese- und Elterngespräch ein - im günstigen Fall unter Einbeziehung des betroffenen Kindes.

 

Daran anschließend führe ich mit Ihrem Kind am Computer den wissenschaftlich bestätigten AFS-Test sowie einen Rechtschreib- und Lesetest durch, um eine eventuell vorliegende Lese- Rechtschreibschwäche (LRS) oder Legasthenie sowie mögliche Ursachen zu diagnostizieren.

 

Sollte eine LRS/Legasthenie vorliegen, erhalten Sie von mir ein pädagogisches Gutachten, ein ausführliches Beratungsgespräch sowie auf Wunsch einen ersten, individuell abgestimmten Trainingsplan für´s Üben zu Hause. Mein Training mit Ihrem Kind findet je nach Bedarf 1-2 mal wöchentlich statt.

 

  • Steigerung der Motivation und des Selbstvertrauens
    Durch Misserfolge und Frustration sind Lernmotivation und Selbstvertrauen bei vielen betroffenen Kindern im Keller. Um einen Lernfortschritt zu ermöglichen, berücksichtigt meine Unterstützung das aktuelle Lernumfeld Ihres Kindes und setzt gezielt  Maßnahmen ein, um ihm aus dem Teufelskreis aus Demotivation und Misserfolg herauszuhelfen. Ihr Kind gewinnt so wieder Freude am Lernen und der Zugang zur Schriftsprache wird erleichtert. Erfolgserlebnisse schaffen Motivation.

 

  • Symptomorientierte Übungsbehandlung
    Im Sinne einer Übungsbehandlung setzt die Therapie natürlich auch direkt am Symptom an. Somit arbeite ich also direkt am Lesen und /oder Schreiben, wobei auch Vorläuferfertigkeiten des Schriftspracherwerbs, wie die phonologische Bewusstheit, Thema sein können. Denn:

 

  • Lesen und Schreiben lernt man nur durch Lesen und Schreiben!
    Ihr Kind  wird von mir durch den Einsatz verschiedener etablierter und von vielen Therapeuten angewandten Methoden (z.B. Kieler Leseaufbau, Marburger Rechtschreibtraining, rhythmisches Silbenklatschen) oder auch neueste Computer-Software Schritt für Schritt an die deutsche Schriftsprache herangeführt. Dabei versuche ich, möglichst viele Sinne anzusprechen (Hören, Sehen, Spüren...) und über die Wahrnehmung, bzw. Eigenwahrnehmung des Sprechens den bewussten Laut-Buchstaben-Bezug herzustellen. Zudem führe ich - wo nötig - ein Training der Konzentration, Aufmerksamkeit und Sinneswahrnehmungen durch.

 

  • Keine Nachhilfe, sondern spezifische Therapie
    Legasthenie/LRS-Therapie ist keine Nachhilfe im engeren Sinne. Nachhilfe wiederholt oftmals den aktuellen Klassenstoff, während Kinder mit Legasthenie aber einer viel differenzierteren Herangehensweise bedürfen, um den Anforderungen des Schulalltags gerecht werden zu können. Eine Legasthenie/LRS-Therapie versteht sich als gezielte und spezifische Förderung bei Problemen im Schriftspracherwerb, die nur von qualifizierten Fachleuten durchgeführt wird und an dem Punkt ansetzt, an dem das betroffene Kind in der Schriftsprachentwicklung „stecken geblieben“ ist. Dort wird es abgeholt.

 

  • Individuelles Förderkonzept/Therapieplan
    Durch einen am Entwicklungsstand des Kindes ansetzenden individuellen Therapieplan wird die Lese- bzw. Schreibfertigkeit des Kindes systematisch und nachhaltig aufgebaut.

 

  • Laufende Einbeziehung der Eltern und der Schule/des Kindergartens
    Sie als Eltern werden über die Legasthenie/LRS ihres Kindes ausführlich aufgeklärt und informiert. Während der LRS-Therapie finden laufend Gespräche zwischen den Eltern und dem Therapeuten statt, um über die Therapie-Inhalte und den Therapie-Fortschritt zu informieren und Hilfestellung bei der Bewältigung von Problemen in Zusammenhang mit der LRS geben zu können.
    Auch zur Schule findet regelmäßiger Kontakt statt, um die Lehrkraft im Umgang mit der Legasthenie/LRS des Schülers beraten und unterstützen zu können. So wird das betroffene Kind von allen Seiten optimal gestützt.

 

  • Hilfe bei der Hausaufgabensituation
    Häufig ist besonders die Hausübungssituation bei Schülern mit Legasthenie/LRS problematisch. Nicht selten wird die Durchführung der Hausaufgaben zum täglichen Kampf und belastet so die Stimmung zwischen Eltern und Kind.
    Auch auf diese Problematik wird in der Therapie unterstützend eingegangen.

 

  • Sekundärsymptomatik
    Häufig treten bei Kindern mit Legasthenie so genannten Sekundärsymptome auf. Darunter versteht man Symptome die durch eine vorhandene Legasthenie ausgelöst werden. Dazu können u. a. zählen: Psychosomatische Symptome wie Bauch- oder Kopfschmerzen, Übelkeit, Ängste, Depression, Unaufmerksamkeit und Verhaltensprobleme (Rumkaspern), und andere mehr…
    Sollte dies bei dem betroffenen Kind der Fall sein, so müssen Heilberufe (z.B. ein Kinder- und Jugendpsychiater) eingeschaltet werden.

 

 

   

Die 3 Säulen der Unterstützung

 

Eine Legasthenie oder Lese-/Rechtschreibschwäche kann nicht „weggezaubert“ werden, jedoch ist es möglich durch eine konsequente Übungsbehandlung deutliche Verbesserungen zu erzielen. Für einen optimalen Therapieerfolg ist es notwendig, dass alle Parteien, die auf das Lernen des Kindes Einfluss nehmen, an einem Strang ziehen und zusammenarbeiten. Die LRS-Therapie, stellt dabei neben dem Elternhaus und der Schule nur eine von drei Säulen dar, um die Situation des Kindes zu verbessern. Nur wenn das betroffene Kind neben einer guten LRS-Therapie auch optimale Unterstützung durch die Eltern und die Lehrkraft erhält, kann sich der Therapieerfolg maximal zu Buche schlagen.

Die Aufgabe der Eltern:

  • Schaffen einer optimalen Lernumgebung zu Hause
  • Konsequente Durchführung der empfohlenen Übungen
  • Loben für die Anstrengung, nicht nur für die Erfolge (denn die sind selten)
  • Konsequenz und Ausdauer
  • Üben ohne Druck
  • Geduld, Geduld, Geduld
  • Geben Sie emotionale Unterstützung bei Ängsten, Frustration etc.
  • Helfen Sie ihrem Kind wieder an sich selbst zu glauben, indem Sie ihm zeigen, dass Sie es tun


Hilfe durch die Schule:

  • Anwendung der Richtlinien des Legasthenieerlasses Saarland
  • Druck wegnehmen
  • Auch kleine Fortschritte sehen und positiv rückmelden
  • Bloßstellung vermeiden
  • Rücksichtsvoller Umgang mit der LRS des Schülers im Unterricht und im Klassenverband (Schutz vor Hänseleien)



Mein Lese-Tipp für Eltern (und Lehrer) zum Einsteigen:

Mechthild Firnhaber:

Legasthenie und andere Wahrnehmungsstörungen

(ISBN-10: 3596162920)



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